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Die Startbahn ist die Arbeitsschule des Antoniusheims. Wir unterrichten 90 Schüler, die sich auf eine Berufsausbildung vorbereiten wollen.
Unsere Schüler kommen überwiegend aus Förderschulen und Hauptschulen. Der Übergang in die Startbahn ist frühestens nach der Klasse 9 und spätestens nach der Klasse 12 möglich.

startbahn 1Die Grundlage unseres pädagogischen Handelns ist, dass jeder Schüler etwas kann und besondere Talente hat.
Aber jeder Jugendliche braucht auch Zeit, die eigenen Talente und Fähigkeiten zu entdecken, er braucht Mut, sie zu entfalten, und er braucht Unterstützung, diese mit den Anforderungen der Arbeitswelt zu verbinden. Das eigene Können steht im Mittelpunkt und soll während einer dreijährigen Schulzeit und einer anschließenden zweijährigen Ausbildung individuell gefördert werden.

Das Konzept der Startbahn ist dreistufig aufgebaut:

- Stufe I: Berufsfindung
- Stufe II: Berufsvorbereitung
- Stufe III: Ausbildung

Stufe I – Berufsfindung

Während der ersten Stufe stehen die berufliche Orientierung und das Entdecken der eigenen Interessen und Potentiale im Mittelpunkt. Während eines Schuljahres holen sich die Schüler möglichst viele Informationen über die Arbeitswelt ein, erkunden zahlreiche Betriebe und erproben sich bei der praktischen Arbeit. Wesentlich ist aber, dass die Schüler die gemachten Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse in Relation zu ihren eigenen Interessen, Wünschen und Potentialen setzen. Mit Unterstützung durch die Lehrer werden sie dazu angeleitet, sich selbst zu reflektieren und richtig einzuschätzen. Ziel ist es, eine eigene, solide und passende berufliche Lebensperspektive zu entwerfen.

Die Berufsorientierung und -findung umfasst insgesamt fünf Berufsfelder:

a) Lebensmittel und Service
b) Handwerk
c) Soziales und Pflege
d) Industrie
e) Garten und Landwirtschaft

Nachdem die Schüler binnen eines Schuljahres alle fünf Berufsfelder durchlaufen und mit vielfältigen Praktika ergänzt haben, entscheiden sie sich für eines der genannten Berufsfelder.

Stufe II – Berufsvorbereitung

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In weiteren zwei Schuljahren werden die Jugendlichen auf eine Ausbildung vorbereitet.
Dazu gehört, dass die Schüler fachliche Grundkenntnisse und -fertigkeiten erwerben, die ihnen eine Ausbildung erleichtern. Dies erfolgt in eng abgestimmten theoretischen und praktischen Unterrichtsmodulen.
Wesentlich ist daneben die Weiterentwicklung der Grundarbeitsfähigkeiten wie Sorgfalt, Pünktlichkeit oder Ausdauer.
Vor allem spielt aber auch der Ausbau der Sozialkompetenz eine wesentliche Rolle. In leistungsheterogenen Arbeitsgruppen wird auf die gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme, auf Teamfähigkeit und Zusammenarbeit besonders Wert gelegt. Aber auch das angemessene Verhalten gegenüber Vorgesetzten oder das eigene Wirken auf ein positives Arbeitsklima werden thematisch behandelt.

Ausgehend von den individuellen Interessen und Kompetenzen der Schüler finden weitere Praktika in Betrieben statt. Ziel ist es, nach der zweijährigen Vorbereitung einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Stufe III – Ausbildung

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Nach der schulischen Vorbereitung schließt die betriebliche Ausbildung an. Wichtiges Ziel der Startbahn ist es, die Durchlässigkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen und eine einseitige Vorbereitung auf Werkstatttätigkeit im beschützten Rahmen für Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen zu durchbrechen. So unterstützt die Startbahn Auszubildende, die ihre Berufsbildungsmaßnahme in einem Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt absolvieren möchten. Auch die Ausbildung in den Arbeitsbereichen des Antoniusheims, die der Startbahn als Netzwerk zur Verfügung steht, ist klar auf die Vorbereitung auf Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausgerichtet. Für Menschen mit sogenannten schweren Mehrfachbehinderungen werden höchst individuelle Beschäftigungsmodelle entwickelt, die sich an der tatsächlichen Belastbarkeit und dem Unterstützungsbedarf orientieren und die das Recht auf Teilhabe am Berufsleben für alle verwirklichen sollen.

Neben der fachlichen Ausbildung im Betrieb werden die Auszubildenden in der Berufsschule unterstützt, erhalten Reflektions- und Austauschmöglichkeiten mit anderen Auszubildenden oder erarbeiten sich weitere Wissensfelder wie Kontoführung, Mobilitätstraining oder Mitspracherecht durch Betriebsräte u.ä..

Unterstützung

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Für die optimale Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen arbeitet in der Startbahn ein interdisziplinäres Team zusammen. Neben Lehrern gibt es auch Köche, Gärtner oder Handwerker, die gemeinsam das theoretische und praktische Wissen und Können vermitteln. Sozialpädagogen, Ergotherapeuten und Arbeitscoaches ergänzen das Angebot.

 

Aufnahmekriterien

In der Startbahn kann jeder Schüler aufgenommen werden, der sich persönlich weiterentwickeln und auf einen Beruf vorbereiten will. Das Vorhandensein oder die Art und Schwere der Behinderung spielt dabei primär keine Rolle.
Der Unterricht erfolgt in Klassen von durchschnittlich acht Schülern. Pro Schuljahr nehmen wir 32 Schüler auf.

Kontakt:

Arbeitsschule Startbahn
Lysann Elze
St. Vinzenzstrasse 59
36041 Fulda

Telefon: 0661 1097 -501
Fax: 0661 9012017
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

 
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