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Der Antonius-Hof im Fuldaer Stadtteil Haimbach liegt im landschaftlich reizvollen Tal der Fulda zwischen Rhön und Vogelsberg. Im Jahre 1994 ist der Antonius-Hof nach dreijährigen Aus- und Umbaumaßnahmen hierher umgezogen, nachdem sich abzeichnete, dass die alte Hofstelle direkt am Antoniusheim am Stadtrand zur Domstadt Fulda den Anforderungen eines modernen Öko-Bauernhofes nicht mehr gerecht werden konnte.
Heute präsentiert sich der Antonius-Hof als gelungene Mischung historischer Gebäudeteile mit neuen, tiergerechten und funktionalen Anbauten voller reger Betriebsamkeit. Denn was 1904 bei der Gründung der Bürgerstiftung Antoniusheim noch vorrangig als Versorgungshof für die Bewohner des Heimes angelegt war, bietet als Bioland-Hof mittlerweile 60 Menschen, die eine Behinderung haben, die Möglichkeit zur Eingliederung in die Arbeitswelt als Landwirt in einem Öko-Betrieb.
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Team des Antonius-Hofs
Zum Team des Antonius-Hofs zählen 60 Mitarbeiter mit Unterstützungsbedarf, fünf Landwirte und Arbeitsassistenten zu deren Begleitung, eine Fachkraft für Ausbildung und Partnerbetriebe, zwei Facharbeiter für die Feldwirtschaft, drei Auszubildende, ein FÖJ-Praktikant sowie die Leitung des Antonius-Hofs.
In allen Bereichen arbeiten die Mitarbeiter Hand in Hand, in den Stallungen ebenso wie auf dem Acker. Jeder Mitarbeiter lernt zu begreifen, dass sein Arbeitseinsatz ein Teil der Gesamtarbeit ist. Dadurch wird das eigene Tun wertgeschätzt und erhöht die Identifikation mit der Arbeit. Jeder Mitarbeiter kann das Resultat seiner Arbeit beobachten und somit einen Bezug zu seiner Tätigkeit herstellen. Bei den Kartoffeln zum Beispiel werden vom Anbau bis zur Verarbeitung alle Schritte am Antonius-Hof durchgeführt.
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Die Arbeit am Hof ist sehr vielseitig und bietet durch das weit gefächerte Arbeitsangebot für ganz unterschiedliche Menschen mit einer Behinderung die Möglichkeit, dort einen Arbeitsplatz zu finden und eine angemessene Tätigkeit zu verrichten.
Alle Mitarbeiter des Hofs werden gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten eingesetzt. Von Hofkehren über das Versorgen der Tiere bis zum Fahren von kleineren technischen Geräten gibt es für jeden etwas zu tun. Somit kann der Art und Schwere der Behinderung, der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsfähigkeit sowie der Eignung und Neigung jedes einzelnen Mitarbeiters soweit wie möglich Rechnung getragen werden.
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Ackerbau
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Im Ackerbau wird auf einer Fläche von 350 Hektar ein breites Spektrum an landwirtschaftlichen Kulturen angebaut: Kartoffeln, Gemüse, Backgetreide, Futterbohnen und Kleegras sind nur einige der Kulturen des Antonius-Hofs. Insbesondere der Kartoffelanbau - mit mehr als acht verschiedenen Kartoffelsorten - steht für die Vielfalt und die gute Qualität der Erzeugnisse dieses Betriebes.
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Tierhaltung
In der Tierhaltung erfahren die Mitarbeiter mit ihrer Arbeit oft eine direkte Reaktion vom Tier. Durch die Pflege der Tiere wird das Selbstvertrauen des Mitarbeiters gestärkt und das Rollenverständnis in Bezug auf das eigene Umfeld gestützt. Die tägliche Versorgung von Tieren kann dazu beitragen, das eigene Leben besser zu strukturieren und ermöglicht den Aufbau eines festen Tagesablaufs. Darüber hinaus regt der Umgang mit Tieren zu geistiger und körperlicher Aktivität an und stärkt das Verantwortungsgefühl.
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Alle Tiere vom Antonius-Hof, seien es die Milchkühe im Liegeboxenstall, die Ochsen und Jungrinder oder die Schweine, werden überwiegend mit Futter vom eigenen Betrieb versorgt. Die Milchkühe haben im Sommer Weidegang, ergänzt wird ihr Speiseplan mit Heu, Grassilage, Kartoffelschalen, Futterkarotten und einer hofeigenen Getreidemischung. In den Bestand der rund 100 Rotbunten Milchkühe wird zur Steigerung der Vitalität und Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Milchviehherde immer wieder Fleckvieh eingekreuzt.
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Die Mast der Ochsen, die aus der eigenen Nachzucht stammen, erfolgt auf einem eng kooperierenden Partnerbetrieb. Hier verbringen die Tiere den Sommer auf Weideflächen, werden aber weiterhin mit dem Futter vom Antonius-Hof zugefüttert. Auch die Jungviehaufzucht erfolgt aufgrund der begrenzten Stallkapazitäten auf einem Partnerbetrieb. Bis zum Alter von sieben Monaten bleiben die Kälber auf dem Hof, dann werden sie zur Aufzucht an den Kooperationspartner abgegeben. Beide Kooperationsbetriebe wirtschaften wie der Antonius-Hof nach den Richtlinien des Bioland Verbandes.
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Auf dem Antonius-Hof werden jährlich etwa 650 Schweine großgezogen. Die Ferkel werden in der eigenen Sauenherde erzeugt, die 33 Kreuzungssauen aus der Rasse Landrasse und Edelschwein und einen Deckeber aus der Rasse Hampshire und Duroc umfasst.
Die Schweine sind in großzügigen und eingestreuten Außenklimaställen mit warmem Liegebereich und Auslauf untergebracht. Sie werden mit hofeigenem Futter aus Getreide, Erbsen und Futterbohnen, gedämpften Kartoffeln und saisonal verfügbarem Raufutter (Frischgras, Heu, Grassilage) versorgt.
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Der Arbeitsbereich Landwirtschaft hat im Antoniusheim eine langjährige Tradition. Selbstversorgung und damit wirtschaftliche Unabhängigkeit waren und sind auch heute noch fundamentale Bestandteile des Antoniusheims. Der Antonius-Hof trägt durch seine Viehhaltung, den Ackerbau und dem Verarbeitungsbereich für die Kartoffeln zu dieser Unabhängigkeit bei.
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Die Arbeitsplatzbedingungen des Antonius-Hofs sind ein gutes Übungsfeld, die Mitarbeiter schrittweise an die allgemeinen Anforderungen des realen Arbeitslebens heranzuführen.
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Als Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau bietet der Antonius-Hof eine Plattform zum Erfahrungsaustausch rund um den ökologischen Landbau und legt großen Wert auf gute Kontakte zu anderen Landwirten der Region.
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Kontakt:
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Antonius-Hof
Peter Linz
Saturnstr. 14
36041 Fulda-Haimbach
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Tel. 0661/23130
Fax: 0661/240241
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E-Mail:Â
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